Update: Polen-Krise — Brüssel stellt sich hinter das Parlament · EU und Kanada gründen „Allianz für die Zukunft“ · Vulkan Mayon: Philippinen rufen Warnstufe 3 aus
TOP NEWS
Update: Polens Justizstreit — EU-Kommission erkennt das Recht des Parlaments auf Richterwahl an
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — tagesschau, Eigenberichterstattung.Der Machtkampf um Polens Verfassungsgericht erreicht eine neue Ebene: Die EU-Kommission erklärte am Wochenende, das polnische Parlament habe das Recht, Richter an das Verfassungsgericht zu entsenden, und wandte sich damit gegen Präsident Karol Nawrocki, der die von der Regierung Tusk getragene Neubesetzung blockiert. Nawrocki hatte nach dem Tumult vor dem Gericht alle Parlamentsparteien zu Krisengesprächen in den Präsidentenpalast geladen — ein Durchbruch zeichnete sich laut Medienberichten nicht ab. Regierungschef Donald Tusk griff in einem Onlinevideo die nationalkonservative Opposition scharf an: Es gebe in Polen seit Jahren Kräfte, die Demokratie und Rechtsstaat untergraben würden. Zugleich schloss er Kompromisse bei Rechtsbrüchen aus — im Rechtsstaat gelte nicht das Gesetz des Dschungels. (Datenstand: Sonntag, 01.11.2026.)
Auch berichtet durch: Euronews — ZEIT ONLINE.☕ Gefällt Dir RADAR 724? Du kannst den Blog unkompliziert unterstützen: buymeacoffee.com/radar724
Auf einen Blick
- WETTER FRANKFURTum 11 °C, wolkig — Höchstwert um 12 °C, ruhiger Herbstsonntag.
- Sonneauf 07:15, unter 17:01 Uhr — Tageslänge noch 9 Stunden 47 Minuten.
- DAX25.818 Punkte −0,85 % — Freitagsschluss (30.10.), Tech-Bilanzen trübten die Stimmung.
- S&P 5007.580 Punkte −1,82 % — Freitagsschluss, schwächster Tag seit Juni (KI-Sorgen, Intel-Crash).
- Öl (Brent)117,62 USD +2,39 % — Freitagsschluss, Spannungen am Persischen Golf stützen.
- EUR / USD1,3376 — Freitagsschluss, wenig bewegt zum Wochenende.
- Goldrund 3.875 USD/Unze −7 % im Oktober — starker Monatsrückgang, Hebel für Käufer.
- Bitcoinrund 69.650 EUR (6h +0,4 % · 24h +0,4 %) — Marktruhe nach der Binance-Schockwoche.
- Heute ist ...Sonntag — Allerheiligen und Weltvegantag, 305. Tag des Jahres.
Weltgeschehen
Trumps Milliarden-Klage gegen das „Wall Street Journal“ endgültig abgewiesen
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Al Jazeera, Eigenberichterstattung.Ein Bundesrichter in Florida hat die Verleumdungsklage von US-Präsident Donald Trump gegen das Wall Street Journal endgültig abgewiesen — mit der strengsten Form der Abweisung, die keine Nachbesserung erlaubt. Trump hatte die Zeitung wegen eines Berichts über einen mutmaßlich anzüglichen Brief verklagt, den er an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geschrieben haben soll; die geforderte Summe belief sich auf rund zehn Milliarden Dollar. Richter Darrin Gayles urteilte, der Präsident habe nicht belegen können, dass das Blatt böswillig Falschbehauptungen verbreitet habe. Damit ist einer der ungewöhnlichsten Justizkonflikte eines amtierenden US-Präsidenten gegen ein Leitmedium beendet. (Datenstand: Sonntag, 01.11.2026.)
Auch berichtet durch: CBS News — PBS News.Tech & KI
EU und Kanada gründen „Allianz für die Zukunft“ — von KI bis Raumfahrt
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — tagesschau, Eigenberichterstattung.Beim EU-Kanada-Gipfel in Montreal haben beide Seiten eine neue „Allianz für die Zukunft“ begründet — ein Paket aus Abkommen über die Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz, kritischen Rohstoffen, Energie und Raumfahrt; auch die Unterstützung für die Ukraine ist Teil des Bündnisses. Kanada wird vorerst kein assoziiertes EU-Mitglied, wie Regierungschef Mark Carney betonte, gehe es ihm nicht um Namen, sondern um den Unterschied fürs Leben der Menschen. Geplant ist unter anderem eine Machbarkeitsstudie für LNG-Exporte nach Europa. Hintergrund des Schulterschlusses sind die geopolitischen Spannungen mit den USA und China. (Datenstand: Sonntag, 01.11.2026.)
Auch berichtet durch: ZEIT ONLINE — swissinfo.ch.Merz wirbt in Seoul um Tech-Partnerschaft — KI-Abkommen zwischen Deutschland und Südkorea
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Bundesregierung, Pressekonferenz des Kanzlers (Regierungsmitteilung).Bundeskanzler Friedrich Merz hat Südkorea auf seiner Asienreise als verlässlichen Partner hervorgehoben und die Beziehungen zu einer Strategischen Partnerschaft aufgewertet. Kernstück ist ein Korean-German High-Tech Framework: Beide Länder wollen besonders bei Künstlicher Intelligenz enger zusammenarbeiten und damit ihre Abhängigkeit von China verringern. Merz verwies auf die historische Erfahrung beider Länder mit einer Teilung und darauf, dass die Sicherheit Asiens und Europas untrennbar verwoben sei. Parallel unterzeichneten der deutsche KI Bundesverband und die südkoreanische Vereinigung KOSA ein Abkommen für engere KI-Kooperation. (Datenstand: Sonntag, 01.11.2026.)
Auch berichtet durch: Korea Times — n-tv.Amazons Cloud wächst mit 39 Prozent — Konzernumsatz und -gewinn bleiben unter Erwartungen
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Amazon, Quartalsmitteilung (Unternehmensmitteilung).Amazons Cloud-Sparte AWS hat im dritten Quartal ein Wachstumstempo von 39 Prozent vorgelegt — getrieben vor allem von der Nachfrage nach KI-Diensten. Der Konzernumsatz stieg zwölf Prozent auf rund 202 Milliarden Dollar, Gewinn und Erlöse blieben gleichwohl hinter den Erwartungen der Analysten zurück; an der Börse gab die Aktie am Freitag rund 1,4 Prozent nach. Es ist das gleiche Muster wie bei anderen Tech-Konzernen dieser Woche: Enorme KI-Investitionen belasten die Margen, während das Cloud-Geschäft zur wichtigsten Wachstumsquelle wird. (Datenstand: Sonntag, 01.11.2026.)
Auch berichtet durch: StockTitan — AFP.Klima & Umwelt
Vulkan Mayon auf den Philippinen: Warnstufe auf drei erhöht, Evakuierung im Umkreis von sechs Kilometern
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — SRF, Eigenberichterstattung.Nach einem Ausbruch des Vulkans Mayon haben die Behörden der Philippinen die Warnstufe auf ihrer Skala von null bis fünf von zwei auf drei angehoben und die Evakuierung eines Umkreises von sechs Kilometern um den Krater angeordnet. Der Berg schleuderte bei dem rund sechs Minuten dauernden Ausbruch eine dunkle Aschesäule etwa 3.000 Meter hoch in den Himmel; zunächst gab es keine Berichte über Opfer oder Schäden. Das Vulkaninstitut warnte vor einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Lavaflüssen und gefährlichen pyroklastischen Dichteströmen in den kommenden Tagen bis Wochen. Der 2.462 Meter hohe Mayon gilt als der unberechenbarste der 24 aktiven Vulkane des Landes. (Datenstand: Sonntag, 01.11.2026.)
Auch berichtet durch: n-tv — US-Botschaft Manila.Update: Ölteppich vor den Emiraten — angegriffener Tanker verliert kein Öl mehr, Teppich wuchs auf 750 Quadratkilometer
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Emirates News Agency (WAM), amtliche Mitteilung.Drei Wochen nach einem Angriff auf den Tanker GEM No. 2 vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate tritt nach amtlichen Angaben kein Öl mehr aus dem Schiff aus. Der Ölteppich hatte sich laut ausgewerteten Satellitenbildern binnen weniger Tage von rund 180 auf etwa 750 Quadratkilometer vergrößert und reicht bis in die Gewässer vor den Emiraten Ras al-Chaimah, Adschman und Schardscha; mehrere Strände bleiben vorsorglich gesperrt. Bergungseinsätze sowie Beobachtungsflüge in Luft und Wasser laufen weiter. Der Vorfall steht im Kontext des Iran-Krieges und der weitgehend blockierten Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweit konsumierten Öls transportiert wird. (Datenstand: Sonntag, 01.11.2026.)
Auch berichtet durch: AFP — Gulf News.DWD-Bilanz: Der Oktober war golden und warm — und erstmals seit Februar wieder zu nass
Grundlage dieses Beitrags: Bericht lesen (AFP-News-ID) — Deutsche Wetterdienst-Monatsbilanz, verbreitet via AFP.Der Oktober war in Deutschland laut Deutschem Wetterdienst mit im Mittel 10,6 Grad Celsius zu warm und brachte mit rund 122 Sonnenstunden zwölf bis 13 Prozent mehr Sonnenschein als in den Referenzzeiträumen — ausbleibende Nebel- und Hochnebelphasen begünstigten den goldenen Herbst. Zugleich fiel erstmals seit Februar wieder verbreitet mehr Niederschlag als im Klimamittel, allerdings sehr ungleich verteilt: Im Norden und Westen fiel stellenweise dreimal so viel Regen wie im Osten. Trotz des nassen Monats fehlen in der Jahresbilanz weiterhin etwa 120 Liter pro Quadratmeter im Vergleich zum langjährigen Mittel; die Böden der Südhälfte und des Ostens bleiben vielerorts trockener als üblich. (Datenstand: Sonntag, 01.11.2026.)
Auch berichtet durch: ZEIT ONLINE — t-online.Nachträgliche Änderungen
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