Schweres Erdbeben der Stärke 7,7 erschüttert Panama · USA sanktionieren Stunden nach dem Friedensnobelpreis den IStGH · Trump kündigt russische Diesel-Lieferungen an
TOP NEWS
Schweres Erdbeben in Panama: Gebäude zerstört, Dutzende Verletzte — Kanal bleibt unbeeinträchtigt
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — tagesschau.de/ARD.Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat am Freitagabend (Ortszeit) den Süden Panamas erschüttert. Der Erdbebenwarte USGS zufolge lag das Epizentrum nur rund zehn Kilometer tief in der Nähe des Ortes Pitaloza Arriba in der Provinz Herrera; zunächst war das Beben sogar als Stärke 8,0 eingestuft und später nach unten korrigiert worden. In der Hauptstadt Panama-Stadt, rund 200 Kilometer entfernt, rannten Menschen aus den Hochhäusern auf die Straßen, als der Boden etwa eine Minute lang bebte. In der Stadt Penonomé stürzten Teile einer Kathedrale und einer Hotelfassade, im Landesinneren wurden Straßen und Gebäude beschädigt; nach Behördenangaben gab es mindestens 27 Verletzte, gemeldete Todesopfer gab es zunächst nicht. Mehr als 80 Nachbeben wurden registriert, eines davon über der Stärke 6,0. Die zwischenzeitlich ausgelaufene Tsunami-Warnung für die Pazifikküste wurde wieder aufgehoben; der für den Welthandel zentrale Panama-Kanal arbeitete nach Behördenangaben normal, der internationale Flughafen der Hauptstadt wurde vorsorglich vorübergehend geschlossen. Präsident José Raúl Mulino rief zur Ruhe, sprach von einer „großen Katastrophe“ mit vollständig kollabierten Straßen und reiste in das besonders betroffene Penonomé; das Dorf Tonosí ist laut Gesundheitsministerium vom Landweg her abgeschnitten. (Datenstand: Samstag, 10.10.2026.)
Auch berichtet durch: 20 Minuten — Euronews.☕ Gefällt Dir RADAR 724? Du kannst den Blog unkompliziert unterstützen: buymeacoffee.com/radar724
GOOD NEWS
Weltpremiere am UKSH: Netzhautchip gibt blinder Patientin einen Teil ihres Sehens zurück
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Informationsdienst Wissenschaft, Mitteilung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck.Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck ist einer 80-jährigen, an geographischer Atrophie erblindeten Patientin weltweit erstmals nach der europäischen Zulassung ein Netzhautchip implantiert worden. Der Chip „PRIMA“ war im Juli 2026 für die reguläre Krankenversorgung in Europa zugelassen worden; die Klinik für Augenheilkunde wählte die Patientin Gisela Sudhop als erste Behandelte. Am 8. Oktober trug sie erstmals die Brille mit eingebauter Mikrokamera, die Bildsignale auf den Chip im Auge überträgt. Klinikdirektor Salvatore Grisanti sprach von einem weltweit ersten Eingriff dieser Art nach der Zulassung; rückblickend sei das Sehvermögen bei dieser Erkrankung bisher nicht wiederherstellbar gewesen. Die Patientin muss das Sehen im Rahmen eines Rehabilitationstrainings nun erst wieder erlernen — Sudhop nannte die Chance, einen wesentlichen Teil ihres Sehvermögens zurückzubekommen, „an ein medizinisches Wunder grenzend“. (Datenstand: Samstag, 10.10.2026.)
Auch berichtet durch: Hamburger Abendblatt.Auf einen Blick
- WETTER FRANKFURTregnerischer Start mit Südwestböen, im Tagesverlauf Auflockerung, 11 bis 17 Grad, nachmittags öfter die Sonne — ungemütlicher Herbstsamstag mit freundlichem Ende.
- Sonneauf 07:40, unter 18:45 Uhr — gut elf Stunden Tageslicht.
- DAX25.087 Punkte (Xetra-Schluss Freitag) +1,1 % — Wochenend-Regel: keine Kursmeldungen, Referenztag Freitag.
- S&P 5007.812 Punkte (US-Schluss Freitag) +0,6 % — Wochenend-Regel, Referenztag Freitag.
- Öl (Brent)102,60 USD −1,6 % — Freitagshandel (Wert wie Abendausgabe #93); Hurrikan „Isaias“ legte Teile der Förderung im Golf still.
- EUR / USD1,1224 — unverändert zum Freitagsschluss.
- Goldrund 4.190 USD/Unze +1,4 % — Freitagsschluss (Wert wie Abendausgabe #93).
- Bitcoinrund 73.600 EUR (6h +0,5 % · 24h +0,1 %) — zum Wochenende leicht erholt (Krypto handelt rund um die Uhr).
- Heute ist ...Samstag, 41. Kalenderwoche — 283. Tag des Jahres.
Weltgeschehen
Update: USA verhängen Stunden nach dem Friedensnobelpreis neue Sanktionen gegen den IStGH
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — ORF, Weltgeschehen-Redaktion news.ORF.at.Nur wenige Stunden nachdem das Nobelpreiskomitee der früheren IStGH-Richterin Navanethem „Navi“ Pillay den Friedensnobelpreis zugesprochen hatte, haben die USA weitreichende Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof verhängt. Außenminister Marco Rubio erklärte, Washington werde sämtliche Geschäfte mit dem Gericht verbieten, seine Ressourcen beschneiden und seine Handlungsfähigkeit schwächen; Präsident Donald Trump werde niemals zulassen, dass der IStGH US-Bürger verfolge. US-Vermögenswerte des Gerichts sollen eingefroren werden, wirksam werden die Maßnahmen demnach erst nach sechs Monaten. Das Haager Tribunal nannte den Schritt einen Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit; UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einem „schweren Schlag“ für die internationale Strafgerichtsbarkeit, UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk nannte die Sanktionen „inakzeptabel“. Die EU-Kommission reagierte besorgt und betonte die weitere Zusammenarbeit mit dem Gericht, während Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Entscheidung begrüßte. Pillay selbst warnte, die Auszeichnung komme in einer Zeit, in der das Völkerrecht immer stärker unter Druck gerate — die Verschärfung gegenüber dem Ende der Woche ist das Update zur Nobelpreis-Meldung der Mittagsausgabe vom Freitag. (Datenstand: Samstag, 10.10.2026.)
Auch berichtet durch: tagesschau — Spiegel.Update: Flydubai-Ermittler — Co-Pilot plante Anschlag auf das Terminal des Flughafens Tel Aviv
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — ZDFheute.Der Generalstaatsanwalt der Vereinigten Arabischen Emirate hat den bislang umfassendsten Sachstand zum Zwischenfall auf dem Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv vorgelegt: Der omanische Co-Pilot habe die Maschine gezielt in das Passagierterminal des Flughafens Ben Gurion steuern wollen — ein von den Anschlägen des 11. September 2001 inspirierter Plan mit dem Ziel einer möglichst hohen Opferzahl. Zwei frühere Flüge auf dieser Route habe er zur Vorbereitung genutzt. An Bord griff er den Kapitän Smit Machchhar mit einer Notfall-Axt an; der schwer verletzte Pilot öffnete die Cockpittür, Passagiere und Crew überwältigten den Angreifer, und eine zweite Besatzung landete die während der Attacke stark abgesunkene Maschine in Tabuk in Saudi-Arabien. Von den 174 Passagieren waren den Angaben zufolge die meisten Israeli. Der Co-Pilot habe ein detailliertes Geständnis abgelegt und erklärt, allein gehandelt zu haben; eine Radikalisierung sei demnach ab 2017 während seines Studiums in Australien erfolgt. Die vorgeschriebenen Sicherheits- und Eignungsprüfungen vor seiner Einstellung bei Flydubai im Januar 2026 hätten keinerlei Hinweise auf extremistische Ansichten ergeben — das ist der neue Sachstand zur seit Anfang Oktober laufenden Berichterstattung. (Datenstand: Samstag, 10.10.2026.)
Auch berichtet durch: tagesschau — n-tv.Wirtschaft & Finanzen
Trump kündigt Diesel-Lieferungen aus Russland an — Selenskyj spricht von einem „Geschenk an Putin“
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — tagesschau.de/ARD.US-Präsident Donald Trump hat nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin groß angelegte Diesel-Lieferungen aus Russland angekündigt. Auf Truth Social schrieb er, es seien „umgehend“ mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zugesagt, im November weitere 500.000 Tonnen; das US-Finanzministerium erteilte laut Berichten eine temporäre Genehmigung bis April 2027. Der Hintergrund: Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Dieselpreise in den USA um mehr als 65 Prozent gestiegen — knapp vier Wochen vor den Kongresswahlen am 3. November steht Trump damit unter Druck. Kiew reagierte scharf: Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte die Vereinbarung „nicht fair und nicht ehrlich“ und ein „Geschenk“ an Putin, das „Investitionen in den Krieg“ bedeute; besonders verärgert zeigte er sich, dass Trumps Gesandte parallel in Miami mit ukrainischen Unterhändlern über ein Kriegsende verhandeln. Analysten ordneten die zugesagte Menge als gering ein: 300.000 Tonnen decken rechnerisch nur gut 14 Stunden des US-Verbrauchs, der laut US-Energiebehörde EIA bei rund 3,77 Millionen Barrel Diesel täglich liegt. (Datenstand: Samstag, 10.10.2026.)
Auch berichtet durch: Spiegel — ORF.Nach jahrzehntelangem Streit: Bundestag beschließt neue Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — NDR, Regionalredaktion Niedersachsen.Der Bundestag hat mit großer Mehrheit den zweigleisigen Neubau der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover-Vinnhorst und Hamburg-Meckelfeld beschlossen — nach Angaben aus dem Parlament stimmten 414 Abgeordnete dafür, 132 dagegen. Die rund 109 Kilometer lange Trasse soll Kapazitäten für Personen- und Güterverkehr und die Anbindung des Hamburger Hafens schaffen; zugleich fließen rund 250 Millionen Euro zusätzlich in Verbesserungen an der Bestandsstrecke, die bis spätestens 2034 umgesetzt werden sollen. Die SPD-Abgeordnete Isabel Cademartori sprach vom Ende eines jahrelangen Stillstands, Verkehrsausschuss-Chef Tarek Al-Wazir nannte die Entscheidung nach langem Hin und Her eine „gute Nachricht“ — wies aber zugleich darauf hin, dass Schwarz-Rot nun die langfristige Finanzierung sicherstellen müsse, sonst könne nicht weitergeplant und gebaut werden. Widerstand war jahrelang vor allem aus niedersächsischen Gemeinden gekommen, durch deren Gebiet die Trasse führen soll; viele regionale Forderungen etwa zu Lärmschutz und Haltepunkten galten laut Beschlussvorlage als nicht finanzierbar. (Datenstand: Samstag, 10.10.2026.)
Baupreise ziehen wieder stärker an: Neubau von Wohngebäuden 5,5 Prozent teurer als vor einem Jahr
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung (amtliche Statistik).Der Preisdruck am Bau wächst wieder: Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen im August 2026 um 5,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Mai hatte der Vorjahresanstieg noch 5,0 Prozent betragen, im August kamen gegenüber Mai zusätzlich 1,0 Prozent hinzu. Am stärksten verteuerten sich demnach Dachdeckungsarbeiten (plus 7,6 Prozent) sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten (plus 7,2 Prozent), Erdarbeiten kosteten 6,1 Prozent mehr; Beton- und Maurerarbeiten stiegen mit 4,3 und 4,2 Prozent leicht unterdurchschnittlich. Auch Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (plus 6,0 Prozent) und der Straßenbau (plus 6,9 Prozent) verteuerten sich deutlich. Die Werte liegen damit weit entfernt von den zweistelligen Steigerungsraten der Jahre 2021 bis 2023, zeigen aber eine Fortsetzung des Trends der vergangenen Quartale. (Datenstand: Samstag, 10.10.2026.)
Gesundheit & Medizin
Pest-Verdacht in Sibirien: Außenminister Wadephul fordert von Russland Transparenz
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — t-online.Nach dem Tod einer 28-jährigen Mitarbeiterin eines Pest-Forschungsinstituts im sibirischen Irkutsk wächst der internationale Druck auf Moskau. Russischen Medienberichten zufolge hatte sich die Frau Ende September beim Bruch eines Reagenzglases mit dem Erreger der Lungenpest infiziert; rund 200 Kontaktpersonen sollen unter Quarantäre stehen, ein zweiter Verdachtsfall wurde gemeldet. Die russischen Behörden bestätigen den Pest-Todesfall nicht und sprechen von einer Lungenentzündung „unbekannter Art“. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte, „Licht in die Medienberichte“ zu bringen; auch die USA und die EU verlangten Aufklärung. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte der „Bild“-Zeitung: „Die Welt hat Fragen, darauf schuldet Russland Antworten“ — er fordere vollständige Transparenz darüber, was in russischen Laboren erforscht werde, und schloss „konsequente Reisebeschränkungen“ zum Schutz der Bevölkerung nicht aus. Deutsche Fachleute sehen derzeit keine unmittelbare Gefahr für Europa: Die Lungenpest verbreite sich vor allem bei engem Kontakt, erklärte Roman Wölfel, Leiter des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr in München. (Datenstand: Samstag, 10.10.2026.)
Auch berichtet durch: Badische Zeitung/Frankfurter Rundschau — Hamburger Morgenpost.Nachträgliche Änderungen
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