Dienstag, 29. September 2026 · Morgenausgabe · erstellt um 07:05 Uhr (Europe/Berlin)

Geändert am 29.09.2026, 07:08 Uhr — Details unten

Rubriken: Tech & KI / Wirtschaft & Finanzen / Klima & Umwelt

BioNTech macht drei Werke dicht · Verfassungsschutz warnt vor China-Spionage an Hochschulen · Solar-Rekord: Mehr Sonnenstrom als im ganzen Vorjahr

TOP NEWS

Rubrik: Wirtschaft & Finanzen

Kein Käufer gefunden: BioNTech schließt drei deutsche Werke — rund 1.800 Beschäftigte betroffen

Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — tagesschau.de, Unternehmensberichterstattung mit Angaben des Konzerns.

Der Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech zieht die Reißleine: Die Werke in Tübingen, Marburg und Idar-Oberstein werden nach monatelangen, ergebnislosen Verkaufsbemühungen dichtgemacht. Das Unternehmen begründete den Schritt mit dem schwierigen Markt- und Investitionsumfeld; angesprochen worden waren zuvor internationale, nationale und mittelständische Interessenten aus der mRNA-, Antikörper- und Z elltherapie-Branche. Tübingen — einst Sitz des Konkurrenten CureVac — schließt demnach Ende 2027, Marburg Anfang 2028, Idar-Oberstein Ende 2028. Für die rund 1.800 Beschäftigten wurden mit dem Konzernbetriebsrat ergänzende Abfindungsregelungen vereinbart. Positiv bleibt immerhin ein Randdetail: Die Berliner Tochter JPT Peptide Technologies mit etwa 130 Stellen geht an die Münchner Dubag Group. (Datenstand: Dienstag, 29.09.2026.)

Auch berichtet durch: SPIEGEL — ZEIT ONLINE.

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GOOD NEWS

Rubrik: Klima & Umwelt

Solar-Rekord: Deutschland erzeugt 2026 schon jetzt mehr Sonnenstrom als im gesamten Vorjahr

Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Volksstimme (dpa), Berichterstattung zu BSW-Solar-Daten mit Fraunhofer-ISE-Grundlage.

Gute Nachricht für die Energiewende: Bis zum 27. September sind in Deutschland bereits 90,2 Terawattstunden Solarstrom produziert worden — mehr als im gesamten Jahr 2025 (90,0 Terawattstunden). Der Bundesverband Solarwirtschaft berief sich dafür auf Daten von Energy-Charts des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme und rief den 27. September zum „Solar Day" aus. Im ersten Halbjahr deckte Sonnenstrom 17,8 Prozent der eingespeisten Strommenge; nur Windkraft lag mit 29,4 Prozent darüber, die Erneuerbaren zusammen bei 59,1 Prozent. Ende August waren gut 6,3 Millionen Solaranlagen am Netz. Der Verband warnte zugleich, dass die geplante EEG-Novelle 2027 und das Netzpaket die Investitionsfreude von Bürgern und Unternehmen nicht ausbremsen dürfe. (Datenstand: Dienstag, 29.09.2026.)

Auch berichtet durch: WirtschaftsWoche — FOCUS online.

Auf einen Blick

  • WETTER FRANKFURTteils sonnig, 14 Grad früh, Höchstwert 28 Grad — der Spätsommer hält an, Abkühlung und Regen kommen laut Trend erst am Donnerstag.
  • Sonneauf 07:21, unter 19:09 Uhr — noch gut elf Stunden Tageslicht beim warmen Altweibersommer.
  • DAX25.374 Punkte (Xetra-Schluss Montag −0,1 %) — Dienstag im Fokus: US-JOLTS-Daten, BMW-Capital-Markets-Tag; asiatische Börsen wegen Öl und Renditen im Minus.
  • S&P 5007.683,69 Punkte (US-Schluss Montag −0, 8 %) — Anleger warten auf Arbeitsmarkt- und Konsumdaten aus den USA.
  • Öl (Brent)107,5 USD +3,1 % — Sorge um Westasien-Lieferungen treibt den Preis zur zweiten Sitzung in Folge.
  • EUR / USD1,1365 — Euro bleibt schwach, hohe US-Renditen stützen den Dollar.
  • Goldrund 4.120 USD/Unze −3,8 % — Acht-Wochen-Tief: Öl-Rally und Zinswetten drücken den sicheren Hafen.
  • Bitcoinca. 73.300 EUR (6h −0,1 % · 24h −1,1 %) — Kurs seit Tagen stabil um die 73.000er-Marke; Deltas errechnet aus den eigenen Vorausgaben (#50, #48).
  • Heute ist ...Dienstag, Weltherztag — internationaler Aktionstag für Herzgesundheit und Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Datenstand 29.09.2026, ca. 07 Uhr · Wetter: wetter.com · Kurse: finanzen.net, boerse-express, fxstreet, CNBC · Bitcoin: finanzen.net/Coinbase · Heute ist .../Sonne: welcher-tag-ist-heute.org

Tech & KI

Verfassungsschutz warnt: Chinesische Gastwissenschaftler könnten für Spionage an deutschen Hochschulen instrumentalisiert werden

Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — ZEIT ONLINE, politische Berichterstattung über die Warnung des Bundesamts für Verfassungsschutz.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht bei Kooperationen deutscher Forschungseinrichtungen mit chinesischen Hochschulen ein wachsendes Risiko eines Technologie- und Know-how-Abflusses. Besonders im Blick stehen demnach Zukunftsfelder wie Quantentechnologie, Künstliche Intelligenz und Hyperschalltechnik sowie Bio- und Überwachungstechnologien — Bereiche, die sich viel fach zivil wie militärisch nutzen lassen. Chinesische Gastwissenschaftler könnten für Pekings strategische Ambitionen instrumentalisiert werden; als Einfallstore nennt die Behörde rechtliche Grauzonen und mangelndes Risikobewusstsein in den Einrichtungen. Der Schutz der Wissenschaftsfreiheit bleibe gewahrt, doch die Einrichtungen werden zu größerer Wachsamkeit bei der Auswahl und Betreuung von Kooperationen aufgerufen. (Datenstand: Dienstag, 29.09.2026.)

Jedes sechste Unternehmen hält Bewerbungsgespräche mit KI für denkbar — erst zwei Prozent setzen es ein

Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Bitkom e. V., eigene Pressemitteilung zur Unternehmensbefragung (602 befragte Unternehmen).

Der Personaleinsatz von Künstlicher Intelligenz könnte im Recruiting eine neue Stufe erreichen: Laut einer Bitkom-Befragung von 602 Unternehmen kann sich jedes sechste deutsche Unternehmen vorstellen, Bewerbungsgespräche künftig von einer KI führen zu lassen. Bislang machen das aber erst zwei Prozent. Deutlicher verbreitet ist KI ohnehin: Fast jedes achte Unternehmen (zwölf Prozent) setzt bereits auf KI im Bewerbungsprozess, etwa beim Schreiben von Stellenanzeigen oder bei der automatischen Vorauswahl. Die Hälfte der Firmen ermöglicht Videokonferenz-Gespräche, weitere 34 Prozent können sich das vorstellen; in fast einem Drittel der Unternehmen können Bewerber Arbeitsverträge digital unterschreiben. (Datenstand: Dienstag, 29.09.2026.)

Auch berichtet durch: n-tv.

Wirtschaft & Finanzen

Bosch streicht am Standort Nürnberg rund 900 Stellen — gut die Hälfte der Belegschaft

Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — ZEIT ONLINE, Unternehmensberichterstattung zur Bosch-Ankündigung.

Der Autozulieferer Bosch hat angekündigt, am Nürnberger Werk bis Ende 2029 rund 900 von derzeit etwa 1.800 Arbeitsplätzen abzubauen — gut die Hälfte der Belegschaft. Das Unternehmen sprach von einer „überaus schweren Entscheidung" und nannte als Gründe den schrumpfenden Verbrenneranteil und die gewachsene Konkurrenz durch chinesische Hersteller, die die Nachfrage erheblich reduziere. Der Abbau am Standort kommt zusätzlich zu den bereits konzernweit angekündigten Streichungen von rund 22.000 Stellen bei Bosch Mobility. Der Betriebsrat hatte im Sommer angesichts der Krise der Autoindustrie einen Runden Tisch von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik gefordert. (Datenstand: Dienstag, 29.09.2026.)

Auch berichtet durch: Merkur — inFranken.de.

Rohstoff-Offe rte aus Zentralasien: Merz empfängt Tokajew — Kasachstan bietet 21 strategische Rohstoffe

Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — ms-aktuell, Berichterstattung zum Deutschland-Besuch des kasachischen Präsidenten.

Zum Auftakt des deutsch-kasachischen Wirtschaftsforums in Berlin wirbt Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew um deutsche Industrie und Investoren. Sein Land fördere bereits 21 der 34 für Europa strategisch wichtigen Rohstoffe und schlage gemeinsame Wertschöpfungs- und Produktionsketten vor — von der Erkundung über die Verarbeitung bis zur Wiederverwendung, wie es in einem Gastbeitrag heißt. Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt Tokajew am Nachmittag zu Gesprächen im Bundeskanzleramt; auf der Agenda stehen nach Regierungsangaben der Ausbau der bilateralen Energie- und Rohstoffpartnerschaft und regionale Fragen. Rund 300 Vertreter aus Politik und Wirtschaft beraten auf dem Forum über Projekte in Industrie, Energie, Rohstoffen und Logistik. (Datenstand: Dienstag, 29.09.2026.)

Auch berichtet durch: Berliner Zeitung.

Ausblick: JOLTS-Bericht, BMW-Investorentag und Ölpreis bestimmen den Dienstag an den Märkten

Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — finanzen.net (dpa-AFX), Tagesvorschau mit Wirtschafts- und Finanzterminen.

Nach einem ruhigen Wochenauftakt richtet sich der Blick auf transatlantische Konjunkturdaten: Am Nachmittag stehen mit dem JOLTS-Bericht und dem Verbrauchervertrauen des Conference Board zwei Stellgrößen für di e Zinserwartungen an; aus der Eurozone wird um 11 Uhr das Industrievertrauen für September erwartet. In Deutschland legt BMW seinen Capital Markets Day vor, Hornbach Balduin veröffentlicht Quartalszahlen. Die Stimmung bleibt ambivalent: Hohe Ölpreise und gestiegene US-Staatsanleiherenditen haben die asiatischen Börsen am Dienstag belastet — der DAX hatte dem Montag nur knapp unterlegen abgeschlossen. (Datenstand: Dienstag, 29.09.2026.)

Auch berichtet durch: Handelsblatt.

Klima & Umwelt

Altweibersommer mit späten Rekorden: Die 30-Grad-Marke wird auch Ende September noch geknackt

Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — FOCUS online, Wetterberichterstattung zum ungewöhnlich warmen Septemberende.

Der Spätsommer gibt zum Monatsende noch einmal richtig Gas: Mit dem Altweibersommer werden in diesen Tagen späte September-Rekorde aufgestellt, immer wieder klettert das Thermometer über die 30-Grad-Marke. Auch Frankfurt erreicht diese Woche noch Höchstwerte um 28 Grad — außergewöhnlich mild für die Jahreszeit. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuletzt für Teile des Landes bis zu 32 Grad erwartet, bevor ein Umschwung mit Abkühlung und Regen ab Donnerstag folgt. Meteorologen ordnen die ungewöhnliche Wärme in den größeren Kontext ein: Je nach Entwicklung der weltweiten CO₂-Emissionen könnten derartige Wärmeperioden zum späten Jahresende künftig häufiger werden. (Datenstand: Dienstag, 29.09.2026.)

Auch berichtet durch: Wochenblatt Reporter.

Modellprojekt Bioenergie: NRW-Anlagen sollen künftig Stromreserve, Wärme und Biomethan zugleich liefern

Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — top agrar, Fachberichterstattung zur Bioenergie-Offensive in Nordrhein-Westfalen.

Bestehende Bioenergie-Anlagen sollen nicht vom Netz gehen, sondern zu flexiblen Kraftwerken der Energiewende weiterentwickelt werden: Mit diesem Anspruch wirbt Nordrhein-Westfalen für eine neue Nutzungsperspektive der Biomasse — künftig könnten die Anlagen gleichzeitig Stromreserve, Wärme fürs Umfeld und Biomethan liefern. Voraussetzung dafür seien Planungssicherheit und verlässliche Erlösperspektiven, die insbesondere die Bundesregierung schaffen müsse. In der Debatte um die EEG-Novelle 2027 zeigt das Modell, dass Erneuerbare über Solar und Wind hinaus weitere Bausteine für eine stabile Versorgung liefern könnten — gerade für Zeiten, in denen Wind und Sonne schwanken. (Datenstand: Dienstag, 29.09.2026.)

Nachträgliche Änderungen

Geändert am Dienstag, 29. September 2026 um 07:08 Uhr (Europe/Berlin): Tippfehler-Korrektur im Beitrag zur Bitkom-Umfrage („Künstdlicher Intelligenz" → „Künstliche Intelligenz"). Keine inhaltlichen Änderungen.

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