Update: Trump erwartet Iran-Abkommen nach den Midterms · EU streicht Usmanow und Fridman von der Sanktionsliste · DAX schließt kaum verändert
Tech & KI
KI-Rally: AMD erreicht Börsenwert von einer Billion Dollar
Die KI-Rally an den Aktienmärkten hat einen weiteren Konzern über die Billionen-Schwelle getragen: Der Chiphersteller AMD wird inzwischen mit rund einer Billion Dollar bewertet. Am Montagnachmittag legten die Papiere um 9,4 Prozent auf 612 Dollar zu — binnen einer Woche wuchs der Börsenwert dadurch um rund 200 Milliarden Dollar. Motor des Aufschwungs ist das Rechenzentrumsgeschäft, für das AMD zuletzt Kooperationen mit OpenAI und Anthropic angekündigt hatte: Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal um die Hälfte auf 11,5 Milliarden Dollar, und die Erlöse mit Rechenzentren mehr als verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahresquartal. An der Spitze der KI-Branche bleibt Nvidia mit gut 5,5 Billionen Dollar Börsenwert allerdings weiter unerreicht. (Datenstand: Dienstag, 22.09.2026.)
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Euronews, Bericht von Angela Barnes.ARD/ZDF-Medienstudie: 59 Prozent der Deutschen nutzen inzwischen KI-Tools
KI-Tools sind laut der am Dienstag veröffentlichten ARD/ZDF-Medienstudie 2026 im Alltag der Deutschen angekommen — allerdings nicht in allen Altersgruppen gleichermaßen: 59 Prozent verwenden sie zumindest gelegentlich, von den 14- bis 29-Jährigen sind es 92 Prozent, bei den ab 70-Jährigen nur 15 Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) begegnet den Ergebnissen mit Skepsis und sieht KI vor allem als Werkzeug, dessen Ergebnis im Zweifel überprüft werden muss; 81 Prozent halten Quellenangaben im Umgang mit KI für wichtig, nur 43 Prozent halten sie für transparent. Die öffentlich-rechtlichen Streamingangebote erreichen inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung (ARD 56 Prozent, ZDF 51 Prozent); bei den Videoplattformen bleibt YouTube mit 71 Prozent Reichweite vorn. Befragt wurden 2.462 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren. (Datenstand: Dienstag, 22.09.2026.)
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — ARD-Pressemeldung (eigene Studie der ARD/ZDF-Forschungskommission).Wirtschaft & Finanzen
Tagesrückblick: DAX schließt kaum verändert — S&P 500 wartet auf Impulse
Der Dienstag, den 22.09.2026, war für den deutschen Leitindex ein Tag der Ruhe nach dem Wochenstart-Aufschwung: Zum Xetra-Schluss um 17:30 Uhr stand der DAX bei 25.578,85 Punkten und damit praktisch unverändert (+0,02 Prozent) gegenüber dem Schluss vom Montag, den 21.09.2026. Der MDAX legte um 0,92 Prozent auf 31.529,91 Punkte zu, der TecDAX gewann 0,49 Prozent auf 4.031,01 Punkte; der Euro Stoxx 50 hingegen gab um 0,21 Prozent auf 6.323,20 Punkte nach. An der Wall Street blieb der Handel zum Redaktionsschluss im laufenden Geschäft ohne klare Richtung: Der S&P 500 notierte bei rund 7.764 Punkten (-0,01 Prozent), der Dow Jones gab um 0,45 Prozent nach, der Nasdaq 100 legte um 0,43 Prozent zu — nach US-Präsident Trumps UN-Rede mit der Aussicht auf ein Iran-Abkommen nach den Zwischenwahlen pare der Ölpreis seine Verluste. (Datenstand: Dienstag, 22.09.2026, ca. 18:35 Uhr; US-Kurse laufender Handel, keine Schlusskurse.)
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — BÖRSE ONLINE (Marktdaten-Übersicht).Heizspiegel 2026: Öl und Pellets deutlich teurer, Gas wird günstiger
Deutsche Haushalte müssen im laufenden Jahr erneut mit höheren Heizkosten rechnen — mit großen Unterschieden je nach Heizart. Das zeigt die neue Heizkostenprognose der Beratungsgesellschaft co2online: Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus prognostizieren die Experten vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs für Heizöl einen Anstieg um 24 Prozent auf 1.275 Euro, für Holzpellets ein Plus von 17 Prozent auf 860 Euro (schwache Baukonjunktur, Knappheit der Rohstoffe). Günstiger wird dagegen das Heizen mit Erdgas: Hier erwarten die Fachleute wegen geringer Beschaffungskosten und des Wegfalls der Gasspeicherumlage einen Rückgang um 4 Prozent auf 1.120 Euro. Fernwärme (+1 Prozent auf 1.310 Euro) und Wärmepumpen (+3 Prozent auf 735 Euro) verteuern sich nur leicht — die Wärmepumpe bleibt nach der Berechnung das dauerhaft günstigste System. Langfristig warnt co2online: Bis 2045 könnten sich die Kosten für Gas- und Ölheizungen mehr als verdoppeln; rund 90 Prozent der Haushalte hätten noch Sparpotenzial von durchschnittlich rund 465 Euro im Jahr. (Datenstand: Dienstag, 22.09.2026.)
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — tagesschau.de (eigene Datengrundlage: Heizspiegel-Prognose von co2online).EU und Philippinen einigen sich auf Freihandelsabkommen
Die Europäische Union und die Philippinen stehen vor dem Abschluss eines Freihandelsabkommens: Wie die EU-Kommission mitteilte, haben sich beide Seiten im Grundsatz verständigt; das Abkommen soll nun in die juristische Detailarbeit gehen und in den kommenden Monaten formal unterzeichnet werden. Es sieht unter anderem Zollabbau und besseren Marktzugang auf beiden Seiten vor und umfasst nach EU-Angaben mehr als 97 Prozent des aktuellen Handelsvolumens — das sich auf rund 18 Milliarden Euro an Gütern und zehn Milliarden Euro an Dienstleistungen pro Jahr beläuft. Europäische Unternehmen exportieren vor allem Maschinen, Transportmittel, Arzneimittel und medizinische Geräte in das Land mit 113 Millionen Einwohnern; für Schweinefleisch aus der EU sind Zollerleichterungen geplant. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic sprach von einem „riesigen Wachstumspotenzial“ und gemeinsam mit der philippinischen Handelsministerin Cristina Roque von einem „wichtigen Meilenstein für beide Seiten“. (Datenstand: Dienstag, 22.09.2026.)
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — tagesschau.de.Weltgeschehen
Update: Trump erwartet Iran-Abkommen nach den Midterms — Kuba-Delegation verlässt den Saal
In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York hat US-Präsident Donald Trump am Dienstag, den 22.09.2026, eine Lösung des Iran-Konflikts nach den Kongresswahlen am 3. November für möglich erklärt: „Ich glaube, wir werden direkt nach der Wahl eine Einigung erzielen“, sagte er — die andere Option sei, die Islamische Republik „in die Hölle“ zu schicken. Den seit Ende Februar andauernden Krieg verteidigte er: Das Land sei als „Tyrann des Nahen Ostens“ besiegt, heute aber nicht mehr; eine iranische Atombomme werde er unter keinen Umständen hinnehmen. Auch für den Ukraine-Krieg rechnete Trump zeitnah mit einer Lösung („schneller, als die Menschen denken“) und verwies auf Kontakte zu Russlands Präsident Putin und Wolodymyr Selenskyj. Zum Ukraine-Nachbarthema Kuba sagte er, der Kommunismus werde nie nach Amerika kommen — „aber die Freiheit wird nach Kuba kommen“; die kubanischen Vertreter verließen daraufhin den Saal. UN-Generalsekretär António Guterres hatte zuvor ein Ende der Gewalt gefordert: „Genug ist genug.“ (Update: Fortsetzung der Berichterstattung aus der Mittagsausgabe — neuer Sachstand ist die tatsächlich gehaltene Rede mit ihren Kernaussagen.)
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — tagesschau.de.Update: EU streicht Usmanow und Fridman von der Sanktionsliste — Rest für 36 Monate verlängert
Der Streit um die Russland-Sanktionen hat ein Ende: Nur wenige Stunden vor dem Auslaufen der Frist einigten sich die EU-Staaten am Dienstag darauf, die Sanktionen gegen die beiden russischen Milliardäre Alischer Usmanow und Michail Fridman aufzuheben. Im Gegenzug werden die Maßnahmen gegen die übrigen rund 3000 gelisteten Personen und Organisationen um beispiellose 36 Monate verlängert — üblich waren bisher Rhythmen von sechs bis zwölf Monaten. Zuletzt hatte Lettland die Streichung kategorisch abgelehnt und im Kompromiss mit einer Enthaltung den Weg freigemacht; für die Verlängerung wäre sonst Einstimmigkeit nötig gewesen und das gesamte Sanktionsregime um Mitternacht ausgelaufen. Im Hintergrund stand Frankreichs Drängen auf die Streichung Usmanows, das mit einem Abkommen über die Freilassung zweier in Aserbaidschan inhaftierter französischer Staatsbürger in Verbindung gebracht wird; für Fridmans Streichung hatte Luxemburg argumentiert, das wegen eingefrorener Vermögenswerte von ihm auf 16 Milliarden Dollar verklagt wird. (Update: Fortsetzung der Berichterstattung aus der Mittagsausgabe — neuer Sachstand ist der am Dienstag besiegelte Kompromiss.)
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — Euronews (eigenes Recherchematerial aus Diplomatenkreisen).Nach saudi-arabischem Angriff auf Küstenstadt Mocha: Mindestens sechs Tote
Mindestens sechs Todesopfer fordert nach Angaben der Huthi-Miliz ein saudi-arabischer Angriff auf die jemenitische Hafenstadt Mocha am Roten Meer — unter den Getöteten seien demnach zwei Kinder und eine Frau, weitere acht Menschen wurden verletzt; berichtet hat davon die den Huthis nahestehende Nachrichtenagentur Saba. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Der Angriff trifft auf eine angespannte Lage: Die Huthis hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer verkündet, greifen seither Ziele im Königreich an und kontrollieren weite Teile der Meerenge Bab al-Mandab. Saudi-Arabiens König Salman warf der Miliz am Dienstag seinerseits vor, mit einer Drohne die heilige Stadt Mekka angegriffen zu haben — was die Huthis als „Lüge“ zurückweisen. Nach Berichten der „New York Times“ und der „Financial Times“ sieht US-Präsident Trump neue US-Luftangriffe im Jemen vorerst ab, obwohl Saudi-Arabien darum gebeten hatte. (Datenstand: Dienstag, 22.09.2026.)
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — BR24 (Nahost-Ticker, fortlaufend aktualisierte Berichterstattung).Olympia-Kandidatur: DOSB-Prüfer sehen München knapp vorn
Kurz vor der Entscheidung über den deutschen Olympia-Bewerber hält die Evaluierungskommission des Deutschen Olympischen Sportbunds das Münchner Konzept für am besten geeignet: München erhielt 87 von 100 möglichen Punkten, Köln-Rhein-Ruhr 85 — beide mit der Bewertung „sehr gut“ —, Berlin erreichte 74,6 Zähler (Note „gut“). Bewertet wurden neben der sportfachlichen Eignung unter anderem internationale Erfolgschancen, Bevölkerungsrückhalt und Hotelkapazitäten. Das Votum ist eine wichtige Grundlage für die außerordentliche DOSB-Mitgliederversammlung am Samstag, den 26.09.2026, in Baden-Baden — bei der Abstimmung aber nicht bindend. Als deutscher Kandidat geht es um die Austragung der Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Berlin gilt nach dem Wahlergebnis vom Sonntag als klarer Außenseiter: Die Linke, stärkste Kraft im Abgeordnetenhaus, und die Grünen lehnen eine Bewerbung ab — womit eine Bewerbung der Hauptstadt noch vor der IOC-Vergabe platzen könnte. (Datenstand: Dienstag, 22.09.2026.)
Grundlage dieses Beitrags: Original lesen — MDR, SPORT IM OSTEN (eigene Auswertung der DOSB-Evaluierung).Gefällt Dir RADAR 724? Du kannst den Blog unkompliziert unterstützen: buymeacoffee.com/radar724 — jeder Beitrag hilft, die Ausgaben täglich frisch zu halten.