Charles III. warnt KI-Konzerne vor Kontrollverlust · Trump attackiert Fed nach Zins-Schritt · Israel und Marokko vereinbaren Botschaften
Tech & KI
Charles III. appelliert an KI-Konzerne: "Kontrolle nicht verlieren"
Britanniens König Charles III. hat bei einem Treffen mit führenden Vertretern der KI-Branche in Schottland vor den Risiken der Technologie gewarnt. Der Missbrauch Künstlicher Intelligenz könne zu existenziellen Gefahren werden, appellierte er an die Unternehmen, die Entwicklung nicht außer Kontrolle geraten zu lassen. Das Treffen steht im Kontext einer weltweit intensiv geführten Debatte über KI-Sicherheit und Regulierung, an der sich zuletzt auch Regierungen und die Vereinten Nationen beteiligen.
Quellen: DER SPIEGEL · FAZEU-Pläne für Jugendenschutz: Social Media erst ab 13, strenge Regeln für KI-Chatbots
Die EU-Kommission hat in Brüssel Details zu ihren Plänen für einen besseren Schutz Minderjähriger online vorgelegt. Kinder n unter 13 Jahren sollen klassische Social-Media-Plattformen künftig ganz verwehrt bleiben; für 13- und 14-Jährige sind stark eingeschränkte, von Eltern beaufsichtigte Profile vorgesehen. Für alle unter 18 Jahren sollen Profile standardmäßig privat sein, kein endloses Scrollen und keine nächtlichen Benachrichtigungen mehr geben. Auch KI-Chatbots dürfen Minderjährigen keine persönliche Beziehung vorgaukeln. Im Herbst will die Kommission weitere Vorschläge vorlegen, die auch Erwachsene betreffen.
Quellen: tagesschau.de · EuronewsMcKinsey-Studie: Europas KI-Investitionen nähern sich dem US-Niveau
Europa holt bei den Investitionen in Künstliche Intelligenz offenbar deutlich auf. Einer Analyse der Beratungsfirma McKinsey zufolge nähern sich die europäischen KI-Investitionen inzwischen dem Niveau der Vereinigten Staaten an. Damit zeichnet sich eine Verschiebung im globalen Technologiewettlauf ab, nachdem der Kontinent zuvor vor allem wegen geringerer Kapitalflüsse in KI-Start-ups und Rechenzentren kritisiert worden war.
Quelle: n-tv.deWirtschaft & Finanzmärkte
Trump attackiert Fed nach erster Zinserhöhung seit 2023
Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins erstmals seit Juli 2023 angehoben — um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,0 Prozent. Notenbankchef Kevin Warsh begründete den einstimmigen Beschluss mit der zu hohen Inflation, die im Juli und August bei 3,4 Prozent lag. US-Präsident Donald Trump reagierte ungehalten und warf dem "feindseligen" Fed-Vorstand vor , den Zins "aus politischen Gründen" erhöht zu haben; er forderte erneut schnelle Zinssenkungen. Die Märkte mustern die Folgen des ungewöhnlichen geldpolitischen Kurswechsels.
Quellen: manager magazin · Frankfurter Rundschau · FAZDAX im Plus: Qiagen beflügelt, Volkswagen bleibt Belastungsfaktor
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag freundlich gezeigt: Der DAX lag im Tagesverlauf rund einen halben Prozentpunkt im Plus. Zum Kursanstieg trug unternehmenseseitige Nachrichten bei: Die Aktien von Qiagen stiegen nach aufgeflammten Übernahmespekulationen deutlich an die DAX-Spitze. Unter Druck blieben dagegen Autowerte um Volkswagen — parallel ringt Europas größter Autobauer weiter um seine Sanierung, über die sich Vizekanzler Lars Klingbeil mit Arbeitnehmervertretern in Wolfsburg berät.
Quellen: n-tv.de · ms-aktuellNeue Russland-Sanktionen: Indien will weiter Öl aus "diversifizierten" Quellen kaufen
Nach dem Beschluss verschärfter US-Sanktionen gegen Russland stellt Indien seine Ölimporte nicht infrage. Das Land wolle weiterhin Rohöl aus "diversifizierten" Quellen beziehen, hieß es aus Neu-Delhi. Die US-Regierung hatte zuvor unter anderem mit Strafzöllen von bis zu 100 Prozent gegen Käufer russischen Öls gedroht — ein Konflikt, der auch die globalen Energie- und Rohstoffmärkte im Blick behält.
Quellen: aktien.news · Investing.comWeltgeschehen
Reaktionen auf neue US-Russland-Sanktionen: Berlin lobt, Moskau kritisiert
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul hat die neuen, deutlich verschärften US-Sanktionen gegen Russland als "starkes Signal" begrüßt. Das Paket setzt nach Darstellung von Beobachtern vor allem Staaten wie China und Indien unter Druck, die weiter russisches Öl beziehen. Der Kreml reagierte abweisend: Die Sanktionen erschwerten die Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt, erklärte Moskau. Präsident Donald Trump muss das Gesetz noch unterzeichnen.
Quellen: Berliner Morgenpost · MDR · EuronewsIsrael und Marokko vereinbaren Eröffnung von Botschaften
Sechs Jahre nach der Normalisierung ihrer Beziehungen im Zuge der Abraham-Abkommen wollen Israel und Marokko ihre diplomatischen Verbindungen ausbauen. Wie das israelische Außenministerium mitteilte, bekräftigten Außenminister Gideon Saar und sein marokkanischer Amtskollege Nasser Bourita bei einem Treffen in New York unter Beteiligung des US-UN-Botschafters Mike Waltz die Aufwert ung ihrer Vertretungen auf Botschafterebene. Zudem sind bis Ende 2026 Wirtschaftsabkommen und mehr Direktflüge geplant.
Quellen: boerse.de (dpa-AFX) · TRT DeutschUN-Ermittler sehen mögliche Kriegsverbrechen der USA im Iran
Eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen kommt in einem neuen Bericht zu dem Schluss, dass die USA im Iran-Krieg möglicherweise Kriegsverbrechen begangen haben. Kritisch bewertet werden demnach unter anderem folgenschwere Luftangriffe, darunter ein Angriff auf eine Schule. Der Bericht verschärft die internationale Debatte über die conduct der militärischen Operationen im Nahen Osten; die US-Regierung wies die Vorwürfe zurück.
Quellen: tagesschau.de · DER SPIEGELSpanien: Toter nach sintflutartigem Starkregen
Sintflutartiger Regen hat den Osten Spaniens getroffen und massive Überschwemmungen verursacht. Nahe Barcelona wurde ein Mann tot aufgefunden, dessen Auto von den Wassermassen eines Baches fortgerissen worden war. In Barcelona und Valencia kam der Verkehr teilweise zum Erliegen: U-Bahn-Stationen wurden geschlossen, am Flughafen Valencia mussten Flüge umgeleitet werden. Für die Region war zeitweise die höchste Alarmstufe ausgerufen worden.
Quellen: Frankfurter Rundschau · ad-hoc-news