Von der Leyen will KI-Entwicklung bremsen · Spritpreise auf Rekordhoch · Duterte erstmals vor dem IStGH
Tech & KI
Von der Leyen lädt führende KI-Entwickler zu Brems-Gesprächen ein
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die Chefs der führenden KI-Firmen zu einer Diskussion darüber einladen, wie die Branche "einen Gang zurückzuschalten" kann. Zugleich forderte sie vor dem Europaparlament in Straßburg, Europa brauche eigene KI-Modelle und deutlich mehr Rechenkapazität. Die Kontrolle über die Technik müsse stets beim Menschen bleiben.
Quellen: EU-Kommission · Der SpiegelSanders und Bannon: Ungewöhnliches Bündnis warnt vor Superintelligenz
Der linke US-Senator Bernie Sanders und Trumps einstiger Chefstratege Steve Bannon haben bei einer Technologie-Konferenz in Washington vor den Gefahren der Künstlichen Intelligenz gewarnt. Sanders verglich künstliche Superintelligenz mit Atomwaffen und kündigte einen Gesetzentwurf zu deren Verbot an; Bannon nannte die Führungskräfte der KI-Konzerne "unaufrichtig".
Quelle: NBC NewsOpenAI, Anthropic und Google planen Branchen-Selbstregulierung — Zuckerberg lehnt Bremse ab
OpenAI will gemeinsam mit den Konkurrenten Anthropic und Google eine unternehmensübergreifende Selbstregulierungsorganisation schaffen. Vorbild ist die private US-Aufsichtsorganisation Finra, die im Auftrag der Börsenaufsicht SEC den Wertpapierhandel beaufsichtigt. Meta-Chef Mark Zuckerberg wies Rufe nach einer Verlangsamung der KI-Entwicklung ab: Marktmechanismen und Haftungsrisiken zwängen Entwickler bereits zu Verantwortung.
Quellen: TechCrunch · HandelsblattMistral und TotalEnergies schließen KI-Partnerschaft über 100 Millionen Euro
Der französische Energiekonzern TotalEnergies und das KI-Unternehmen Mistral starten eine dreijährige Partnerschaft mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Euro. Geplant ist ein gemeinsames Forschungslabor; neue KI-Modelle sollen Geowissenschaftler künftig bei der Erkundung und Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten unterstützen.
Quellen: Mistral AI · TotalEnergiesWirtschaft & Finanzmärkte
Europäische Börsen fangen sich — Märkte warten auf die Fed
Europäische Aktien haben am Mittwoch leicht zugelegt und sich von den Verlusten der Vortage teilweise erholt. Im Blickfeld der Anleger bleibt die Zinsentscheidung der US-Notenbank. Etwas Entspannung gab es am Anleihemarkt: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ging von ihrem Höchststand von 5,04 Prozent — dem höchsten Niveau seit 2007 — leicht zurück.
Que llen: Euronews · XTBSpritpreise erreichen neues Allzeithoch — Verbraucherschützer gegen Tankrabatt
Super E10 kostete im Tagesdurchschnitt 2,286 Euro pro Liter und damit so viel wie nie zuvor; Diesel zog auf 2,412 Euro an (ADAC). Die Verbraucherzentralen fordern statt eines Tankrabatts gezielte Hilfen für bedürftige Haushalte. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Entlastungen für Autofahrer in Aussicht gestellt, das Instrumentarium steht aber noch nicht fest.
Quellen: ADAC · vzbvIrak will mehr Öl nach Europa liefern — Pipeline bis Deutschland denkbar
Nach Gesprächen mit Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron kündigte der Irak an, seine Ölexporte künftig stärker Richtung Europa zu diversifizieren. Weil die Straße von Hormus faktisch blockiert ist, setzt Bagdad bereits auf eine Pipeline in die Türkei; über eine Verlängerung bis Deutschland wird ebenfalls nachgedacht. Hauptabnehmer irakischen Öls sind bislang Indien und China.
Quelle: tagesschauNeuer Kanal in China verkürzt Handelswege nach Südostasien
Nach vier Jahren Bauzeit ist in Südchina eine neue Wasserstraße in Betrieb gegangen. Wie die Agentur Xinhua meldet, entfällt für den Gütertransport künftig ein Umweg von mehr als 560 Kilometern über die Hafenmetropole Guangzhou; die Transportkosten sollen um 18 bis 30 Prozent sinken. Vor allem die abgelegeneren Provinzen Sichuan, Chongqing und Yunnan profitieren.
Quelle: XinhuaWeltgeschehen
Sudan: Mehr als 80 Tote bei Einsturz einer Goldmine
Im von der RSF-Miliz kontrollierten Bundesstaat West-Kordofan ist eine Goldmine eingestürzt; mehr als 80 Menschen kamen dabei ums Leben. Da die Wirtschaft des Landes nach Jahren des Bürgerkriegs am Boden liegt, suchen viele Arbeitslose ihr Glück in stillgelegten oder inoffiziellen Abbaugebieten — oft unter gefährlichen Bedingungen.
Quelle: tagesschauAmnesty wirft iranischen Behörden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor
Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Iran im Zusammenhang mit der Niederschlagung der Proteste von 2022 Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Die Organisation rief die internationale Gemeinschaft zu rechtlichen Schritten auf; Deutschland könne über das Weltrechtsprinzip einen besonderen Beitrag leisten. Ausgelöst worden waren die Proteste unter dem Motto "Frau, Leben, Freiheit" durch den Tod der 22-jährigen Mahsa Amini in Polizeigewahrsam.
Quelle: Amnesty InternationalDuterte erstmals persönlich vor dem IStGH erschienen
Der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagte frühere philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat in Den Haag erstmals an einer Anhörung teilgenommen. Das Gericht prüft die Verhandlungsfähigkeit des 81-Jährigen, dessen Verteidigung erhebliche Gedächtnisverluste geltend macht; ein Prozessbeginn ist für den 30. November vorgesehen.
Quelle: Internationaler StrafgerichtshofVon der Leyen spielt "assoziierte" EU-Mitgliedschaft Kanadas ein
In ihrer Rede zur Lage der Union ha t EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen vorgeschlagen, die Beziehungen zu Kanada auf das höchstmögliche Niveau zu heben. Gemeinsam mit Premierminister Mark Carney wolle sie darauf hinarbeiten, dass Kanada "das erste assoziierte Mitglied der EU" werde.
Quelle: Euronews